Weinsäureester von Mono- und Diglyceriden
Weinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren
Tartaric acid esters of mono- and diglycerides of fatty acids
auch: Tartaric acid esters · Weinsäureester
Derselbe Bau wie E 472c, nur mit Weinsäure — und mit einem der höchsten Zahlenwerte überhaupt.
Was es ist
Bei E 472d ist es Weinsäure, die an die Mono- und Diglyceride gehängt wird. Weinsäure ist dabei kein Fremdkörper im Lebensmittel: Sie kommt in Trauben von Natur aus vor und steht als E 334 selbst im Verzeichnis. Der Unterschied zu den anderen Estern der Familie liegt weniger in der Wirkung als in der Löslichkeit und im Verhalten bei Hitze; in der Praxis ist dieser Ester der seltenste der sechs. Bemerkenswert ist sein Zahlenwert: Mit 480 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag trägt er einen der höchsten duldbaren Werte des ganzen Verzeichnisses. Das ist ein guter Anlass, den Wert richtig zu lesen — er sagt nichts darüber, wie viel eingesetzt wird, sondern darüber, wie wenig Anlass zur Begrenzung besteht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat ihn 2020 zusammen mit den fünf übrigen Estern der Familie neu bewertet.
Woraus es gewonnen wird
Aus Speisefetten und Weinsäure verestert; die Weinsäure fällt bei der Weinbereitung an oder wird synthetisch hergestellt.
Rechtsstand in der EU
in der EU zugelassen
Stand: 12. August 2026
Zugelassen nach Anhang II der VO (EG) Nr. 1333/2008.
Fundstelle: VO (EG) Nr. 1333/2008, Anhang II/B
Duldbare tägliche Aufnahmemenge
480 mg je kg Körpergewicht und Tag
festgelegt von EFSA 2020
Neubewertung
abgeschlossen 2020
EU-Programm zur Neubewertung der vor 2009 zugelassenen Zusatzstoffe, VO (EU) Nr. 257/2010.
Wofür es eingesetzt wird
- Emulgator in Backwaren
- Stabilisierung von Fettzubereitungen
Was Behörden dazu festgehalten haben
Verwandt
Woher wissen wir das?
Diese Seite gibt den Stand der Behörden wieder und ist keine Gesundheitsberatung. Sie enthält keine eigene Bewertung des Stoffes — nur, was in der Verordnung und in den zitierten Gutachten steht.