Zusatzstoffe und E-Nummern
Was auf der Zutatenliste als „E 407“ oder „Carrageen“ steht, ist ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff. Diese Seiten geben wieder, was die Behörden dazu festgehalten haben: welche Aufgabe der Stoff hat, woraus er gewonnen wird, ob er in der EU zugelassen ist, welche duldbare tägliche Aufnahmemenge festgelegt wurde und welche Gutachten es dazu gibt. Wir bewerten nicht — wir belegen. Jede Angabe trägt ihre Quelle.
Derzeit 137 Einträge. Der Bestand ist im Aufbau — die EU führt rund 330 zugelassene Zusatzstoffe, hier stehen 137. Eine Nummer, die hier fehlt, ist deshalb nicht unzulässig, sondern noch nicht geschrieben. Jeder Eintrag wird einzeln gegen die Rechtsgrundlage und die EFSA-Gutachten geprüft, bevor er erscheint.
Nach Funktion
- Stabilisator 34
- Farbstoff 30
- Konservierungsstoff 26
- Emulgator 23
- Antioxidationsmittel 15
- Säureregulator 15
- Süßungsmittel 12
- Trennmittel 11
- Verdickungsmittel 11
- Komplexbildner 8
- Trägerstoff 8
- Geschmacksverstärker 7
- Überzugsmittel 7
- Festigungsmittel 5
- Emulgiersalz 4
- Geliermittel 4
- Backtriebmittel 3
- Schaumverhüter 3
- Füllstoff 2
- Mehlbehandlungsmittel 2
- Säuerungsmittel 2
- Schaummittel 2
- Feuchthaltemittel 1
E 100–199 überwiegend Farbstoffe
- E 100 Kurkumin Der gelbe Farbstoff der Kurkuma-Wurzel. Pflanzlich, aber mit einer eigenen Aufnahmemenge.
- E 101 Riboflavin Vitamin B2 als Farbstoff — derselbe Stoff, zwei Rollen im Recht.
- E 102 Tartrazin Synthetischer gelber Azofarbstoff. Trägt in der EU einen vorgeschriebenen Warnhinweis auf der Verpackung.
- E 104 Chinolingelb Synthetischer gelber Farbstoff mit Warnhinweis. Die EFSA hat die Aufnahmemenge 2009 auf ein Zwanzigstel gesenkt.
- E 110 Gelborange S Orangegelber Azofarbstoff mit Warnhinweis. Die 2009 gesenkte Aufnahmemenge wurde 2014 wieder angehoben.
- E 120 Echtes Karmin Roter Farbstoff aus Schildläusen — der einzige tierische Farbstoff im Verzeichnis.
- E 122 Azorubin Roter Azofarbstoff mit Warnhinweis. Aufnahmemenge seit 1983 unverändert bei 4 mg/kg.
- E 123 Amaranth Roter Azofarbstoff mit dem niedrigsten Wert aller Farbstoffe im Bestand — und in den USA verboten.
- E 124 Cochenillerot A Roter Azofarbstoff mit Warnhinweis. Trotz des Namens rein synthetisch — nicht zu verwechseln mit E 120.
- E 127 Erythrosin Der Cocktailkirschen-Farbstoff. Enthält Iod — daher die enge Zulassung.
- E 129 Allurarot AC Roter Azofarbstoff mit Warnhinweis. Höchste Aufnahmemenge der sechs: 7 mg/kg.
- E 132 Indigotin Das Blau des Indigos, wasserlöslich gemacht — einer von zwei blauen Farbstoffen.
- E 133 Brillantblau FCF Der zweite blaue Farbstoff — färbekräftiger als Indigotin und stabiler.
- E 142 Grün S Der einzige zugelassene reine Grünfarbstoff — und trotzdem selten.
- E 150a Zuckerkulör Braunfärbung durch reines Erhitzen von Zucker — die schlichteste der vier Kulör-Klassen.
- E 150b Sulfitlaugen-Zuckerkulör Kulör-Klasse II — mit Sulfit, ohne Ammonium. Meist in Spirituosen.
- E 150c Ammoniak-Zuckerkulör Kulör-Klasse III. Als einzige der vier mit einem eigenen, strengeren Wert innerhalb der Gruppe.
- E 150d Ammonsulfit-Zuckerkulör Kulör-Klasse IV — das Kulör der dunklen Erfrischungsgetränke.
- E 151 Brillantschwarz BN Der einzige schwarze Farbstoff — ein Bisazofarbstoff mit zwei Azogruppen.
- E 155 Braun HT Brauner Bisazofarbstoff — meist in Backwaren, die nach Schokolade aussehen sollen.
- E 160a Carotin Der orangegelbe Farbstoff der Karotte. Ohne Zahlenwert — mit einer ausdrücklichen Bedingung.
- E 160b Annatto Orangerot aus den Samen des Orleanstrauchs — zwei Farbstoffe unter einer Nummer, mit zwei Werten.
- E 160c Paprikaextrakt Der Farbstoff der Paprikaschote — und der einzige, bei dem die Schärfe geprüft wird.
- E 160d Lycopin Das Rot der Tomate — als Farbstoff aus Tomaten, Pilzen oder synthetisch.
- E 160e Beta-apo-8'-carotenal Orangeroter Verwandter des Carotins — mit einer Aufnahmemenge, die sich 2014 versechsfacht hat.
- E 161b Lutein Gelber Farbstoff aus Tagetesblüten — derselbe Stoff, der im Auge sitzt.
- E 161g Canthaxanthin Ein Farbstoff, der im Verzeichnis steht, aber in keinem Lebensmittel erlaubt ist — geblieben ist er wegen der Arzneimittel. in der EU nicht mehr zugelassen
- E 163 Anthocyane Die roten bis blauen Farbstoffe der Beeren — aus Traubenschalen und Johannisbeeren gewonnen.
- E 170 Calciumcarbonat Kreide im Lebensmittel — Farbstoff, Säureregulator und Trennmittel in einem.
- E 171 Titandioxid Weißpigment. Seit 2022 in der EU nicht mehr als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. in der EU nicht mehr zugelassen
E 200–299 überwiegend Konservierungsstoffe
- E 200 Sorbinsäure Konservierungsstoff gegen Hefen und Schimmel. Teilt sich mit Kaliumsorbat eine Aufnahmemenge.
- E 202 Kaliumsorbat Das Kaliumsalz der Sorbinsäure — besser wasserlöslich, gleiche Wirkung, gemeinsame Aufnahmemenge.
- E 203 Calciumsorbat Drittes Sorbat-Salz. 2018 aus der Unionsliste gestrichen, weil die verlangten Daten ausblieben. in der EU nicht mehr zugelassen
- E 210 Benzoesäure Konservierungsstoff für saure Lebensmittel. Kommt natürlich in Preiselbeeren und Gewürznelken vor.
- E 211 Natriumbenzoat Das gut wasserlösliche Salz der Benzoesäure — die in Getränken übliche Form.
- E 212 Kaliumbenzoat Das Kaliumsalz der Benzoesäure — dieselbe Gruppe, deutlich seltener im Einsatz.
- E 213 Calciumbenzoat Das Calciumsalz der Benzoesäure. Vierter und seltenster Stoff der Benzoat-Gruppe.
- E 214 Ethyl-p-hydroxybenzoat Ein Paraben — wirkt anders als die übrigen Konservierungsstoffe: auch im Neutralen.
- E 215 Natrium-Ethyl-p-hydroxybenzoat Das Natriumsalz zu E 214 — löslicher, sonst identisch in der Wirkung.
- E 218 Methyl-p-hydroxybenzoat Der kürzeste der zugelassenen PHB-Ester — und der am besten wasserlösliche.
- E 219 Natrium-Methyl-p-hydroxybenzoat Der vierte und letzte zugelassene PHB-Ester — das Natriumsalz zu E 218.
- E 220 Schwefeldioxid Konservierungsstoff und Antioxidationsmittel. Der Gruppenwert wurde 2022 zurückgezogen; ab 10 mg/kg kennzeichnungspflichtig.
- E 221 Natriumsulfit Das neutrale Natriumsalz der schwefligen Säure — die basischste der acht Sulfit-Nummern.
- E 222 Natriumhydrogensulfit Die flüssige Form — kommt als wässrige Lösung in den Betrieb und dosiert sich dadurch leicht.
- E 223 Natriummetabisulfit Die gebräuchlichste feste Form — ein lagerfähiges Pulver, das erst im Lebensmittel Schwefeldioxid freisetzt.
- E 224 Kaliummetabisulfit Der Weinschwefel. Kalium statt Natrium — weil im Most ohnehin Kalium steckt.
- E 226 Calciumsulfit Das Erdalkalisalz der Gruppe — schlecht löslich und deshalb selten im Einsatz.
- E 227 Calciumhydrogensulfit Das saure Calciumsalz — löslicher als E 226, und historisch das Sulfit der Brauerei.
- E 228 Kaliumhydrogensulfit Die achte und letzte Sulfit-Nummer — die flüssige Kalium-Variante für den Weinbau.
- E 234 Nisin Ein Konservierungsstoff, den Milchsäurebakterien herstellen — und der selbst ein Eiweiss ist.
- E 249 Kaliumnitrit Der zweite Pökelstoff neben Natriumnitrit — gleiche Wirkung, gleiche Aufnahmemenge, seltener im Einsatz.
- E 250 Natriumnitrit Pökelstoff. Hält die Fleischfarbe und hemmt Botulismus-Erreger; niedrigste Aufnahmemenge dieser Charge.
- E 251 Natriumnitrat Pökelsalz mit Verzögerung — wirkt erst, wenn Bakterien es zu Nitrit umbauen.
- E 252 Kaliumnitrat Der klassische Salpeter des Handwerks — dieselbe Wirkung wie E 251, anderes Gegenion.
- E 284 Borsäure Nur für Kaviar zugelassen — die engste Zulassung des ganzen Verzeichnisses.
- E 285 Natriumtetraborat Borax — wie die Borsäure ausschliesslich für Störkaviar zugelassen.
E 300–399 überwiegend Antioxidationsmittel und Säureregulatoren
- E 310 Propylgallat Ester der Gallussäure — schützt Fette vor dem Ranzigwerden, verträgt aber keine Hitze.
- E 315 Erythorbinsäure Das Spiegelbild der Ascorbinsäure — gleiche Schutzwirkung, kein Vitamin C.
- E 316 Natriumerythorbat Das besser lösliche Natriumsalz der Erythorbinsäure — die in der Praxis übliche Form.
- E 320 Butylhydroxyanisol Hitzebeständiges Antioxidationsmittel, meist BHA abgekürzt. ADI 1 mg/kg.
- E 321 Butylhydroxytoluol Der Partner von BHA — vierfach strengere Aufnahmemenge, oft gemeinsam eingesetzt.
- E 322 Lecithine Der häufigste Emulgator — meist aus Soja. Damit zugleich ein Kennzeichnungsfall.
- E 334 Weinsäure Die Säure der Traube — und der Stoff, der als Weinstein in der Flasche kristallisiert.
- E 335 Natriumtartrate Die Natriumsalze der Weinsäure — Säureregulator in Marmelade und Milcherzeugnissen.
- E 336 Kaliumtartrate Weinstein im Wortsinn — das Salz, das man aus dem Fass kratzt.
- E 337 Natrium-Kalium-Tartrat Das Seignettesalz — ein Weinsäuresalz mit zwei verschiedenen Metallen.
- E 338 Phosphorsäure Die Säure der Colagetränke. Kopf einer Gruppe von zwölf Phosphaten mit gemeinsamem Wert.
- E 339 Natriumphosphate Die Schmelzsalze des Schmelzkäses. Gehören zur Phosphat-Gruppe mit 40 mg/kg.
- E 340 Kaliumphosphate Das Kalium-Gegenstück zu E 339 — dort im Einsatz, wo Natrium unerwünscht ist.
- E 341 Calciumphosphate Das Phosphat, das nicht schmilzt, sondern rieselfähig hält und festigt.
- E 343 Magnesiumphosphate Das Magnesium-Phosphat der Zwölfergruppe — die Nummer, die im Bereich E 340 fehlt.
- E 354 Calciumtartrat Das Calciumsalz der Weinsäure — schwer löslich, deshalb Festigungsmittel.
E 400–499 überwiegend Verdickungs-, Gelier- und Emulgiermittel
- E 407 Carrageen Geliermittel aus Rotalgen. Der Gruppen-Wert von 75 mg/kg gilt seit 2018 ausdrücklich als vorläufig.
- E 407a Verarbeitete Eucheuma-Algen Das halbraffinierte Geschwister von Carrageen — gleiche Alge, kürzerer Weg, eigene Nummer.
- E 410 Johannisbrotkernmehl Aus dem Samen des Johannisbrotbaums — verdickt schon in kaltem Wasser kaum, in warmem stark.
- E 415 Xanthan Von Bakterien hergestellt. Verdickt kalt wie warm und hält den Aufstrich beim Rühren dünn.
- E 432 Polysorbat 20 Der wasserlöslichste der fünf Polysorbate — Laurinsäure plus lange Ethylenoxid-Ketten.
- E 433 Polysorbat 80 Der wasserfreundliche Verwandte der Sorbitanester — mit angehängten Ethylenoxid-Ketten.
- E 434 Polysorbat 40 Das Palmitinsäure-Glied der Reihe — das seltenste der fünf Polysorbate.
- E 435 Polysorbat 60 Das meistverwendete Polysorbat — der Emulgator im Speiseeis.
- E 436 Polysorbat 65 Drei Stearinsäureketten — das fettliebendste und letzte der fünf Polysorbate.
- E 440 Pektin Geliermittel aus Apfeltrester und Zitrusschalen — der Stoff, der Marmelade fest werden lässt.
- E 450 Diphosphate Die Säure im Backpulver — und der Grund, warum Kuchen im Ofen aufgeht.
- E 451 Triphosphate Bindet Wasser im Fleisch — und ist deshalb der umstrittenste der Phosphat-Gruppe.
- E 452 Polyphosphate Die langkettigen Phosphate. Schließen die Gruppe der zwölf mit gemeinsamem Wert ab.
- E 459 Beta-Cyclodextrin Ein Zuckerring mit Hohlraum — er schliesst Aromen ein und gibt sie später frei.
- E 460 Cellulose Reine Pflanzenfaser als Zusatzstoff — unverdaulich und deshalb ohne Brennwert.
- E 461 Methylcellulose Das Gel, das beim Erhitzen fest wird und beim Abkühlen wieder flüssig — umgekehrt zu allen anderen.
- E 462 Ethylcellulose Die einzige abgewandelte Cellulose, die sich nicht in Wasser löst — sie überzieht und trägt, statt zu verdicken.
- E 463 Hydroxypropylcellulose Cellulose, mit Propylenoxid abgewandelt — quillt in Wasser zu einer klaren, zähen Lösung.
- E 463a Niedrig substituierte Hydroxypropylcellulose Die Cellulose, die sich nicht löst, sondern quillt — damit eine Tablette im Magen schnell zerfällt.
- E 464 Hydroxypropylmethylcellulose Die meistverwendete abgewandelte Cellulose — und die Hülle der veganen Kapsel.
- E 465 Ethylmethylcellulose Ein Mischether: an derselben Cellulosekette hängen Methyl- und Ethylgruppen nebeneinander.
- E 466 Carboxymethylcellulose Chemisch abgewandelte Cellulose — Pflanzenfaser, die wasserlöslich gemacht wurde.
- E 468 Vernetzte Carboxymethylcellulose Carboxymethylcellulose, deren Ketten miteinander verknüpft sind — sie quillt stark, statt sich zu lösen.
- E 469 Enzymatisch hydrolysierte Carboxymethylcellulose Carboxymethylcellulose, deren Ketten mit einem Enzym gekürzt wurden — dünnflüssiger als der Ausgangsstoff.
- E 472c Citronensäureester von Mono- und Diglyceriden Emulgator aus Fett und Citronensäure. Der bekannteste der sechs E-472-Ester.
- E 472d Weinsäureester von Mono- und Diglyceriden Derselbe Bau wie E 472c, nur mit Weinsäure — und mit einem der höchsten Zahlenwerte überhaupt.
- E 472e DATEM Der Backemulgator schlechthin — hinter fast jedem Industriebrot mit lockerer Krume.
- E 473 Zuckerester von Speisefettsäuren Zucker und Fett in einem Molekül — der Emulgator, der beides mitbringt.
- E 474 Zuckerglyceride Zuckerester und Mono-/Diglyceride in einem Erzeugnis — der Nachbar von E 473.
- E 476 Polyglycerin-Polyricinoleat Der Schokoladen-Emulgator. Macht die Masse fliessfähig, ohne mehr Fett zu brauchen.
- E 477 Propylenglycolester von Speisefettsäuren Emulgator für Schäume — hält Luft in Sahneersatz und Kuchenmasse.
- E 481 Natriumstearoyl-2-lactylat Teigemulgator aus Stearinsäure und Milchsäure — stärkt das Klebereiweiss.
- E 482 Calciumstearoyl-2-lactylat Das Calciumsalz zu E 481 — dieselbe Wirkung, ohne Natrium einzutragen.
- E 491 Sorbitanmonostearat Erster von fünf Sorbitanestern — aus Sorbit und Fettsäure, fettliebend.
- E 492 Sorbitantristearat Drei Fettsäuren statt einer — deshalb der fettliebendste der Sorbitanester.
- E 493 Sorbitanmonolaurat Der Sorbitanester mit der kürzesten Fettsäure — und damit der wasserfreundlichste der fünf.
- E 494 Sorbitanmonooleat Der einzige Sorbitanester mit ungesättigter Fettsäure — deshalb bei Zimmertemperatur flüssig.
- E 495 Sorbitanmonopalmitat Der fünfte und letzte Sorbitanester — Palmitinsäure, zwischen Laurin und Stearin.
E 500–599 überwiegend Säureregulatoren und Trennmittel
- E 535 Natriumferrocyanid Rieselhilfe im Speisesalz — der Name klingt gefährlicher, als der Stoff ist.
- E 536 Kaliumferrocyanid Das Kaliumsalz derselben Rieselhilfe — in Salzersatz statt in Kochsalz.
- E 538 Calciumferrocyanid Das dritte und seltenste der Ferrocyanide — schlechter löslich als die anderen beiden.
- E 551 Siliciumdioxid Das Trennmittel schlechthin — hält Pulver rieselfähig, aus demselben Stoff wie Sand.
E 600–699 überwiegend Geschmacksverstärker
- E 620 Glutaminsäure Die freie Aminosäure hinter allen Glutamaten — und in jedem Eiweiss enthalten.
- E 621 Mononatriumglutamat Der bekannteste Geschmacksverstärker. Gruppenwert seit 2017: 30 mg/kg — laut EFSA von allen überschritten.
- E 622 Monokaliumglutamat Glutamat ohne Natrium — der Grund, warum es diese Nummer überhaupt gibt.
- E 623 Calciumdiglutamat Ein Calciumion, zwei Glutamatreste — deshalb „di“ im Namen.
- E 624 Monoammoniumglutamat Das seltenste der sechs Glutamate — weder Natrium noch ein Mineralstoff im Gegenion.
- E 625 Magnesiumdiglutamat Das sechste und letzte Glutamat der Gruppe — wie E 623 zweiwertig gebunden.
E 900–999 überwiegend Überzugsmittel, Treibgase und Süßungsmittel
- E 900 Dimethylpolysiloxan Silikonöl gegen Schaum — vor allem im Frittierfett.
- E 903 Carnaubawachs Das härteste Naturwachs — der Glanz auf Dragees, Kaugummi und Äpfeln.
- E 905 Mikrokristallines Wachs Wachs aus Erdöl — im Lebensmittel zugelassen, mit sehr enger Spezifikation.
- E 950 Acesulfam K Süssstoff, dessen Aufnahmemenge die EFSA 2025 angehoben hat — von 9 auf 15 mg/kg.
- E 951 Aspartam Süßstoff mit Phenylalanin-Hinweispflicht. Drei Gremien, drei Aussagen — alle hier zitiert.
- E 954 Saccharin Der älteste Süssstoff. 2024 neu bewertet — und die Aufnahmemenge dabei angehoben.
- E 955 Sucralose Aus Zucker hergestellt, aber kein Zucker mehr — rund sechshundertmal süsser.
- E 960 Steviolglycoside Diese Nummer gibt es nicht mehr — seit 2021 heisst der Stoff E 960a, und drei weitere Stevia-Nummern sind hinzugekommen. Nummer ersetzt — Stoff weiter zugelassen
- E 960a Steviolglycoside aus Stevia Die ursprüngliche Stevia-Nummer — bis 2021 hiess sie E 960, gewonnen aus den Blättern der Pflanze.
- E 960b Steviolglycoside aus Fermentation Dasselbe Süssungsmittel, aber aus Zucker gebraut statt aus Blättern gewonnen — seit 2025 eigene Nummer.
- E 960c Enzymatisch hergestellte Steviolglycoside Blattauszug, an dem Enzyme weiterbauen — aus häufigen Glycosiden werden die seltenen, weniger bitteren.
- E 960d Glycosylierte Steviolglycoside Steviolglycoside mit bis zu zwanzig zusätzlichen Zuckerbausteinen, aus Stärke angehängt.
- E 961 Neotam Aspartam mit einem Anhang — dadurch achttausendmal süsser als Zucker und ohne Phenylalanin-Hinweis.
- E 968 Erythrit Zuckeraustauschstoff mit dem höchsten Wert des Bestands — 500 mg/kg.
- E 969 Advantam Der süsseste zugelassene Stoff — rund zwanzigtausendmal süsser als Zucker.
- E 999 Quillaja-Extrakt Der Schaum auf dem Getränk — aus der Rinde des chilenischen Seifenrindenbaums.
E 1200–1299 überwiegend Füllstoffe und Trägerstoffe
Diese Seiten geben den Stand der Behörden wieder — Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 und die Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Sie sind keine Gesundheitsberatung und ersetzen keine ärztliche Auskunft.