Säureregulator — Zusatzstoffe
Was auf der Zutatenliste als „E 407“ oder „Carrageen“ steht, ist ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff. Diese Seiten geben wieder, was die Behörden dazu festgehalten haben: welche Aufgabe der Stoff hat, woraus er gewonnen wird, ob er in der EU zugelassen ist, welche duldbare tägliche Aufnahmemenge festgelegt wurde und welche Gutachten es dazu gibt. Wir bewerten nicht — wir belegen. Jede Angabe trägt ihre Quelle.
Derzeit 15 Einträge in dieser Auswahl. Der Bestand ist im Aufbau — die EU führt rund 330 zugelassene Zusatzstoffe, hier stehen 15. Eine Nummer, die hier fehlt, ist deshalb nicht unzulässig, sondern noch nicht geschrieben. Jeder Eintrag wird einzeln gegen die Rechtsgrundlage und die EFSA-Gutachten geprüft, bevor er erscheint.
Säureregulatoren halten den Säuregrad eines Lebensmittels dort, wo er hingehört. Das ist selten Geschmackssache: Von ihm hängt ab, ob ein Konservierungsstoff wirkt, ob ein Geliermittel geliert und ob Eiweiss ausflockt. Sie arbeiten deshalb oft im Hintergrund anderer Zusatzstoffe.
Woran man sie erkennt: „Säureregulator: Natriumcitrate". Viele von ihnen sind Salze bekannter Speisesäuren.
Die Funktionsklassen sind in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 festgelegt. Ein Stoff kann mehreren angehören; welche auf der Packung steht, richtet sich nach der Aufgabe im jeweiligen Erzeugnis.
Nach Funktion
- Stabilisator 34
- Farbstoff 30
- Konservierungsstoff 26
- Emulgator 23
- Antioxidationsmittel 15
- Säureregulator 15
- Süßungsmittel 12
- Trennmittel 11
- Verdickungsmittel 11
- Komplexbildner 8
- Trägerstoff 8
- Geschmacksverstärker 7
- Überzugsmittel 7
- Festigungsmittel 5
- Emulgiersalz 4
- Geliermittel 4
- Backtriebmittel 3
- Schaumverhüter 3
- Füllstoff 2
- Mehlbehandlungsmittel 2
- Säuerungsmittel 2
- Schaummittel 2
- Feuchthaltemittel 1
Nach Herkunft
E 100–199 überwiegend Farbstoffe
E 300–399 überwiegend Antioxidationsmittel und Säureregulatoren
- E 334 Weinsäure Die Säure der Traube — und der Stoff, der als Weinstein in der Flasche kristallisiert.
- E 335 Natriumtartrate Die Natriumsalze der Weinsäure — Säureregulator in Marmelade und Milcherzeugnissen.
- E 336 Kaliumtartrate Weinstein im Wortsinn — das Salz, das man aus dem Fass kratzt.
- E 337 Natrium-Kalium-Tartrat Das Seignettesalz — ein Weinsäuresalz mit zwei verschiedenen Metallen.
- E 338 Phosphorsäure Die Säure der Colagetränke. Kopf einer Gruppe von zwölf Phosphaten mit gemeinsamem Wert.
- E 339 Natriumphosphate Die Schmelzsalze des Schmelzkäses. Gehören zur Phosphat-Gruppe mit 40 mg/kg.
- E 340 Kaliumphosphate Das Kalium-Gegenstück zu E 339 — dort im Einsatz, wo Natrium unerwünscht ist.
- E 341 Calciumphosphate Das Phosphat, das nicht schmilzt, sondern rieselfähig hält und festigt.
- E 343 Magnesiumphosphate Das Magnesium-Phosphat der Zwölfergruppe — die Nummer, die im Bereich E 340 fehlt.
- E 354 Calciumtartrat Das Calciumsalz der Weinsäure — schwer löslich, deshalb Festigungsmittel.
E 400–499 überwiegend Verdickungs-, Gelier- und Emulgiermittel
- E 450 Diphosphate Die Säure im Backpulver — und der Grund, warum Kuchen im Ofen aufgeht.
- E 451 Triphosphate Bindet Wasser im Fleisch — und ist deshalb der umstrittenste der Phosphat-Gruppe.
- E 452 Polyphosphate Die langkettigen Phosphate. Schließen die Gruppe der zwölf mit gemeinsamem Wert ab.
- E 472c Citronensäureester von Mono- und Diglyceriden Emulgator aus Fett und Citronensäure. Der bekannteste der sechs E-472-Ester.
Diese Seiten geben den Stand der Behörden wieder — Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 und die Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Sie sind keine Gesundheitsberatung und ersetzen keine ärztliche Auskunft.