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E 160d

Lycopin

Ψ,Ψ-Carotin

Lycopene

auch: Lycopene · Lykopin · Tomatenrot

Das Rot der Tomate — als Farbstoff aus Tomaten, Pilzen oder synthetisch.

Was es ist

Lycopin ist der Farbstoff, der reife Tomaten rot macht, und gehört wie das Carotin zu den Carotinoiden. Anders als jenes ist es keine Vorstufe von Vitamin A — die Molekülenden fehlen, die der Körper dafür bräuchte. Als Zusatzstoff wird es aus Tomaten gewonnen, mit dem Pilz Blakeslea trispora vergoren oder synthetisch hergestellt; alle drei Wege führen zur selben Nummer. Eingesetzt wird es in Getränken, Süßwaren, Suppen und Fleischersatz, wo es die Farbe von Fleisch nachbildet. Wer Lycopin auf einer Zutatenliste liest, sollte nicht auf Tomate im Erzeugnis schliessen: Der Farbstoff kann aus jeder der drei Quellen stammen. Anders als synthetische Rottöne bleicht Lycopin unter Licht rasch aus, was seinen Einsatz in klaren Verpackungen begrenzt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat eine duldbare tägliche Aufnahmemenge von 0,5 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag abgeleitet.

Woraus es gewonnen wird

gemischt

Aus Tomaten extrahiert, durch Vergärung mit Blakeslea trispora gewonnen oder synthetisch hergestellt — die Verordnung führt alle drei Wege unter derselben Nummer.

Rechtsstand in der EU

in der EU zugelassen

Stand: 12. August 2026

Zugelassen nach Anhang II der VO (EG) Nr. 1333/2008.

Fundstelle: VO (EG) Nr. 1333/2008, Anhang II/B

Duldbare tägliche Aufnahmemenge

0,5 mg je kg Körpergewicht und Tag

festgelegt von EFSA 2010

EFSA, Revised exposure assessment for lycopene as a food colour, 2010

Neubewertung

abgeschlossen 2010

EU-Programm zur Neubewertung der vor 2009 zugelassenen Zusatzstoffe, VO (EU) Nr. 257/2010.

Wofür es eingesetzt wird

  • Rotfärbung von Getränken und Süßwaren
  • Farbgebung in Suppen und Soßen
  • Färbung von Fleischersatzerzeugnissen

Was Behörden dazu festgehalten haben

Besonderheiten und Kennzeichnung

  • Zugelassen in 29 Lebensmittelkategorien

    Anhang II Teil E nennt 29 Lebensmittelkategorien, verteilt auf 14 Bereiche: 01 Milchprodukte und Analoge, 03 Speiseeis, 04 Obst und Gemüse, 05 Süßwaren, 06 Getreide und Getreideprodukte, 07 Backwaren, 08 Fleisch, 09 Fisch und Fischereiprodukte, 12 Salz, Gewürze, Suppen, Soßen, Salate und Eiweißprodukte, 13 Lebensmittel für besondere Gruppen im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 609/2013, 14 Getränke, 15 Verzehrfertige süße oder herzhafte Happen und Knabbereien, 16 Dessertspeisen, ausgenommen Produkte der Kategorien 1, 3 und 4, 17 Nahrungsergänzungsmittel gemäß der Richtlinie 2002/46/EG. Die Höchstmengen reichen von 5 bis 500 mg/kg bzw. mg/l. Welche Menge in welchem Lebensmittel gilt, steht dort je Kategorie — diese Angabe ist eine Übersicht, nicht die Zulassung selbst.

    VO (EG) Nr. 1333/2008, Anhang II Teil E (konsolidierte Fassung vom 18.02.2026)

Verwandt

Im Lebensmittel-Katalog: Tomate

Woher wissen wir das?

Diese Seite gibt den Stand der Behörden wieder und ist keine Gesundheitsberatung. Sie enthält keine eigene Bewertung des Stoffes — nur, was in der Verordnung und in den zitierten Gutachten steht.

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