Monokaliumglutamat
Monokalium-L-glutamat
Monopotassium glutamate
auch: Monopotassium glutamate · Kaliumglutamat · MPG
Glutamat ohne Natrium — der Grund, warum es diese Nummer überhaupt gibt.
Was es ist
Monokaliumglutamat wirkt geschmacklich wie das weit verbreitete Natriumglutamat E 621, bringt aber Kalium statt Natrium ins Erzeugnis. Genau darin liegt sein Daseinszweck: In natriumreduzierten Lebensmitteln zählt jedes Milligramm Natrium, und ein Geschmacksverstärker, der selbst Natrium einträgt, arbeitet gegen das Ziel. Der Tausch ist allerdings nicht ohne Preis — Kaliumsalze schmecken in höherer Dosierung leicht bitter oder metallisch, weshalb sie meist mit anderen Würzstoffen kombiniert werden. Für Menschen, deren Kaliumaufnahme ärztlich begrenzt ist, ist die Unterscheidung zwischen E 621 und E 622 daher nicht bedeutungslos, auch wenn die Mengen aus Zusatzstoffen klein sind. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat den Stoff 2017 zusammen mit den fünf übrigen Glutamaten bewertet; die Gruppen-Aufnahmemenge von 30 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag gilt für alle sechs zusammen.
Woraus es gewonnen wird
Aus mikrobiell gewonnener Glutaminsäure durch Neutralisation mit Kalilauge hergestellt.
Rechtsstand in der EU
in der EU zugelassen
Stand: 12. August 2026
Zugelassen nach Anhang II der VO (EG) Nr. 1333/2008.
Fundstelle: VO (EG) Nr. 1333/2008, Anhang II/B
Duldbare tägliche Aufnahmemenge
30 mg je kg Körpergewicht und Tag (Gruppenwert)
gilt gemeinsam für E 620, E 621, E 622, E 623, E 624, E 625· EFSA 2017
Ausgedrückt als Glutaminsäure. Gemeinsame Aufnahmemenge aller sechs Glutamate.
EFSA, Re-evaluation of glutamic acid (E 620) … and magnesium glutamate (E 625), 2017
Neubewertung
abgeschlossen 2017
EU-Programm zur Neubewertung der vor 2009 zugelassenen Zusatzstoffe, VO (EU) Nr. 257/2010.
Wofür es eingesetzt wird
- Geschmacksverstärkung in natriumreduzierten Erzeugnissen
- Würzmittel und Brühen
- Diätzubereitungen
Was Behörden dazu festgehalten haben
Verwandt
Woher wissen wir das?
Diese Seite gibt den Stand der Behörden wieder und ist keine Gesundheitsberatung. Sie enthält keine eigene Bewertung des Stoffes — nur, was in der Verordnung und in den zitierten Gutachten steht.