Erythrit
meso-Erythritol, ein vierwertiger Zuckeralkohol
Erythritol
auch: Erythritol · Erythrit · Zuckeralkohol
Zuckeraustauschstoff mit dem höchsten Wert des Bestands — 500 mg/kg.
Was es ist
Erythrit ist ein Zuckeralkohol und gehört zu den Zuckeraustauschstoffen, nicht zu den Süssstoffen: Es süsst nur etwa zu siebzig Prozent so stark wie Zucker und wird deshalb in ähnlichen Mengen eingesetzt, liefert dabei aber praktisch keine Energie. Anders als seine Verwandten Sorbit und Xylit wird es im Dünndarm fast vollständig aufgenommen und unverändert über den Urin ausgeschieden, statt im Dickdarm vergoren zu werden — deshalb wirkt es kaum abführend. Im Mund erzeugt es beim Auflösen einen deutlichen Kühleffekt, weil das Lösen dem Speichel Wärme entzieht — derselbe Grund, aus dem Xylit-Kaugummi kühl schmeckt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat 2015 eine Ausweitung der Verwendung geprüft; der geführte Wert von 500 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag ist der höchste des hiesigen Bestands.
Woraus es gewonnen wird
Durch Vergärung von Glucose mit Hefen hergestellt; kommt natürlich in Obst und Pilzen vor.
Rechtsstand in der EU
in der EU zugelassen
Stand: 12. August 2026
Zugelassen nach Anhang II der VO (EG) Nr. 1333/2008.
Fundstelle: VO (EG) Nr. 1333/2008, Anhang II/B
Duldbare tägliche Aufnahmemenge
500 mg je kg Körpergewicht und Tag
festgelegt von EFSA 2015
Der höchste Zahlenwert des hiesigen Bestands. Ein hoher Wert sagt nichts über die eingesetzte Menge, sondern darüber, wie wenig Anlass zur Begrenzung besteht.
Neubewertung
entfällt
EU-Programm zur Neubewertung der vor 2009 zugelassenen Zusatzstoffe, VO (EU) Nr. 257/2010.
Erst 2006 zugelassen, damit nicht Teil des Neubewertungsprogramms für die vor 2009 zugelassenen Stoffe.
Wofür es eingesetzt wird
- Süssung energiereduzierter Erzeugnisse
- Trägerstoff für Süssstoffe
- Kühlender Effekt in Kaugummi und Bonbons
Was Behörden dazu festgehalten haben
Verwandt
Woher wissen wir das?
Diese Seite gibt den Stand der Behörden wieder und ist keine Gesundheitsberatung. Sie enthält keine eigene Bewertung des Stoffes — nur, was in der Verordnung und in den zitierten Gutachten steht.