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E 473

Zuckerester von Speisefettsäuren

Ester der Saccharose mit Speisefettsäuren

Sucrose esters of fatty acids

auch: Sucrose esters · Saccharoseester · Zuckerester

Zucker und Fett in einem Molekül — der Emulgator, der beides mitbringt.

Was es ist

Zuckerester entstehen, indem Saccharose mit Speisefettsäuren verestert wird. Damit vereint ein einziges Molekül den wasserliebenden Zuckerteil und den fettliebenden Fettsäureteil — genau die Bauform, die einen Emulgator ausmacht. Über die Zahl der angehängten Fettsäuren — eine bis acht sind möglich — lässt sich sein Verhalten fein einstellen: Ein einfach veresterter Zucker ist stark wasserfreundlich, ein mehrfach veresterter fettfreundlich. Eingesetzt werden sie in Backwaren, Getränken, Kaffeeweissern und als Überzug auf Obst, wo sie das Nachreifen bremsen, indem sie den Gasaustausch durch die Schale drosseln. Auf gewachsten Zitrusfrüchten stehen sie deshalb regelmässig neben den Überzugsmitteln in der Kennzeichnung. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit führt eine duldbare tägliche Aufnahmemenge von 40 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag, die sie in Aufnahmeschätzungen von 2012 und 2018 zugrunde gelegt hat.

Woraus es gewonnen wird

pflanzlich

Aus Saccharose und Speisefettsäuren verestert; die Fettsäuren stammen aus pflanzlichen Ölen.

Rechtsstand in der EU

in der EU zugelassen

Stand: 12. August 2026

Zugelassen nach Anhang II der VO (EG) Nr. 1333/2008.

Fundstelle: VO (EG) Nr. 1333/2008, Anhang II/B, III

Duldbare tägliche Aufnahmemenge

40 mg je kg Körpergewicht und Tag (Gruppenwert)

gilt gemeinsam für E 473, E 474· EFSA 2018

Gemeinsam mit den Zuckerglyceriden (E 474). Die verfeinerte Aufnahmeschätzung von 2018 legt denselben Wert zugrunde wie die von 2012.

EFSA, Refined exposure assessment of sucrose esters of fatty acids (E 473), 2018

Neubewertung

abgeschlossen 2018

EU-Programm zur Neubewertung der vor 2009 zugelassenen Zusatzstoffe, VO (EU) Nr. 257/2010.

Wofür es eingesetzt wird

  • Emulgator in Backwaren und Getränken
  • Überzug auf Obst zur Verzögerung des Nachreifens
  • Stabilisierung von Kaffeeweissern

Was Behörden dazu festgehalten haben

Besonderheiten und Kennzeichnung

  • Zugelassen in 32 Lebensmittelkategorien

    Anhang II Teil E nennt 32 Lebensmittelkategorien, verteilt auf 12 Bereiche: 01 Milchprodukte und Analoge, 02 Fette und Öle sowie Fett- und Ölemulsionen, 03 Speiseeis, 04 Obst und Gemüse, 05 Süßwaren, 07 Backwaren, 08 Fleisch, 12 Salz, Gewürze, Suppen, Soßen, Salate und Eiweißprodukte, 13 Lebensmittel für besondere Gruppen im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 609/2013, 14 Getränke, 16 Dessertspeisen, ausgenommen Produkte der Kategorien 1, 3 und 4, 17 Nahrungsergänzungsmittel gemäß der Richtlinie 2002/46/EG. Die Höchstmengen reichen von 120 bis 20 000 mg/kg bzw. mg/l. In 3 der 35 Zulassungen gilt quantum satis, also keine zahlenmässige Höchstmenge. Welche Menge in welchem Lebensmittel gilt, steht dort je Kategorie — diese Angabe ist eine Übersicht, nicht die Zulassung selbst.

    VO (EG) Nr. 1333/2008, Anhang II Teil E (konsolidierte Fassung vom 18.02.2026)

Verwandt

Woher wissen wir das?

Diese Seite gibt den Stand der Behörden wieder und ist keine Gesundheitsberatung. Sie enthält keine eigene Bewertung des Stoffes — nur, was in der Verordnung und in den zitierten Gutachten steht.

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